Zehn Teams, so viele wie lange nicht mehr, aus Rostock, Malchin/Teterow, Stralsund, Wismar, Greifswald, Ave und Bad Doberan sitzen auf dem Boden des Schauplatzes, der Malchiner Sporthalle, und warten gespannt auf die Auslosung der Gruppen. Je 5 Mannschaften kämpfen innerhalb der Gruppe A oder B um den Sieg. Dabei stehen Mannschaftsgeist, Fairness und Spaß im Mittelpunkt und nicht „Sieg um jeden Preis – womöglich auf die Kosten der Knochen anderer“. Natürlich hat jede Mannschaft seinen eigenen Fanclub mitgebracht, der von der Tribüne aus mehr oder weniger kräftig anfeuert. Die Spiele der Gruppenphase dauern je zehn Minuten. In den Pausen wird gechillt, mit alten und neuen Bekannten gequascht und natürlich, nach einem anstrengenden Spiel, ganz viel getrunken. Um die Mittagszeit locken die Küchenfeen Sarah und Tabea die Hungrigen mit leckeren Salaten, Wienern und Brötchen. Es ist mehr als genug für alle da. Mittlerweile wird es spannend, wer kommt ins Halbfinale, und gegen wen wird um welchen Platz gespielt? Die Spieler werfen ab und zu einen erwartungsvollen Blick auf die ausliegende Tabelle.
Die Rostocker sind wieder mit zwei Mannschaften angerückt und haben die Gruppenphase erfolgreich hinter sich gebracht. Rostock1 hat den 1. Gruppenplatz erkämpft und wird sich nun im Halbfinale mit Rostock2, Zweiter der anderen Gruppe, messen, Rostock1 zieht ins Finale ein. Sein Gegner wird der alljährliche Vizechampion Malchin/Teterow1, welcher im 2. Halbfinalspiel die Alpha-Jungs besiegt hat. Aber bevor es um den großen Pot geht, werden die Spiele um die niederen Plätze ausgetragen.
Ich selber habe bei der im Durchschnitt jüngsten Mannschaft, dem GJW-Fußballturniers-Neuling, Stralsund mit der höchsten Mädchenrate als einzige(r) TorhüterIn ohne Handschuhe mitgespielt. Besonders in den letzten beiden Gruppenspielen habe ich richtig gut gehaltenJ. So haben wir in der Gruppe den 4. Platz erreicht und dürfen nun um Platz 7 spielen. Doch die Power von der Peene, die für dieses eine Spiel „fairerweise“ ihr einziges Mädchen ins Tor stellt, ist unschlagbar und so bleiben wir auf einem 3.letzten, 8., Platz, womit wir das Mannschaftsziel, nicht Letzter zu werden, mehr als erreicht haben.
Rostock2 darf um Platz 3 Spielen und verliert gegen die Alpha-Jungs, die Rostock auf den 4. Platz verdrängen.
Nun aber zum wichtigsten Teil. Das Finalspiel. Rostock und Teterow/Malchin, auch dieses Jahr sind es diese beiden Endgegner, die auf das Startsignal warten. Es wird 2×10 Minuten gespielt, hier ist Ausdauer und Konzentration gefragt. Für die Fans ist die Sache klar, Rostock ist und bleibt Sieger. Und so zeigt es sich auch im Spiel. Tobi DER Torhüter ist für die Gegner eine fast unüberwindbare Hürde und die Spieler, fast schon Oldies, sind unschlagbar gut, schnell und zielsicher, denn sie alle haben nur ein Ziel, den Sieg, den Pokal. Nicht nur den Mittleren oder den Kleinen, denn dieses Jahr werden alle Mannschaften, die einen Träppchenplatz erkämpft haben, mit einem Pokal für die Vitrine belohnt, sondern den Großen. Rostock gewinnt das 5. Jahr in Folge. Die Halle bebt und alles wartet nur noch auf die Siegerehrung.
Nach der Siegerehrung, bei der alle Mannschaften ihre Urkunden und Pokale erhalten, fahren Spieler und Zuschauer nach Hause oder besuchen die heimatliche Jugendstunde.
von Marit
