Jahresbericht 2025

Wer ist das GJW-MV? Gemeinsam unterwegs für die nächste Generation

Das Gemeindejugendwerk Mecklenburg-Vorpommern ist weit mehr als eine formale Verbandsstruktur oder eine Zeile im Haushaltsplan unseres Landesverbandes. Als Jugendverband der freikirchlichen Baptistengemeinden in MV verstehen wir uns als Partner an eurer Seite. Wir begleiten und unterstützen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden und darüber hinaus. Doch wer genau ist eigentlich „das GJW“? Oft wird der ehrenamtliche Vorstand oder die Hauptamtlichen in den Blick genommen. Doch die Antwort ist umfassender: Wir alle sind das GJW. Jede Gemeinde, die Kinder zu einem Camp sendet, jeder ehrenamtliche Helfer, der in der Küche steht, jede Jugendliche, die bei einem Gottesdienst die Technik bedient, und jedes Kind, das zum ersten Mal von der Liebe Gottes hört, ist ein Teil dieses lebendigen Netzwerks. Das GJW lebt davon, dass jede und jeder Einzelne gebraucht wird – mit den ganz individuellen Gaben, die uns Gott geschenkt hat. Ob pädagogische Begleitung, kreative Gestaltung, IT-Kenntnisse, sportlicher Einsatz oder das treue Gebet im Hintergrund: Es gibt keinen Beitrag, der zu klein wäre. Wir sind Experten für Gemeinschaft, und du bist ein Teil davon.

Wir laden euch deshalb herzlich ein, Teil dieser Gemeinschaft zu werden. Vernetzt euch mit uns über unsere Webseite oder folgt uns auf Instagram. Eine große Bitte haben wir an die Gemeinden: Helft uns, die Kommunikationswege zu verkürzen. Benennt uns feste Ansprechpersonen für die Jugend- und Kinderarbeit und leitet Informationen aktiv weiter. Nur wenn unsere Einladungen auch in den Gottesdiensten und Gruppen ankommen, können wir gemeinsam wachsen und Gutes bewirken.

 

Ein Meilenstein: Das neue Gesicht im GJW MV

Nach vier Jahren der Vakanz und des Hoffens können wir voller Dankbarkeit verkünden: Unsere Stelle der Kinder- und Jugendreferentin ist seit dem 01.12.2025 wieder besetzt! Mit Victoria Ott haben wir eine Expertin gewonnen, die das GJW und dessen Struktur bereits aus dem Berlin-Brandenburger Landesverband und dem Bundesvorstand bestens kennt. Victoria ist nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen, um die 18 Ortsgemeinden zu vernetzen, Schulungen anzubieten und unsere Freizeiten inhaltlich zu bereichern.

Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit wird auf der Weiterentwicklung des Schutzkonzeptes und der Begleitung ehrenamtlicher Teams liegen. Ab 2027 wird sie ihre Rolle als Referentin für „Junge Gemeinde“ weiterführen – eine Vision, in der junge Menschen nicht nur die Zukunft, sondern die gestaltende Gegenwart unserer Gemeinden sind. Dass wir nach so langer Zeit wieder eine hauptamtliche Unterstützung haben, ist ein Segen, für den wir Gott sehr dankbar sind.

 

Rückblick Abteilung Jugend: Zwischen Gipfelmomenten und neuen Erkenntnissen

Das Jahr 2025 war geprägt von mutigen Experimenten. Mit dem Format „GJW meets X“ wollten wir regionale Jugendgottesdienste etablieren, die von Jugendlichen für alle Generationen gestaltet wurden. Im März trafen wir uns in Teterow zum Thema „Salz & Licht“, im November in Stralsund zu unseren „Gottesbildern“. Trotz der hohen Qualität und des Herzbluts der Teams mussten wir feststellen, dass der personelle Aufwand und die Besucherzahlen oft nicht im Verhältnis standen. Als lernender Verband haben wir uns daher entschieden, dieses Format 2026 zugunsten intensiverer Freizeitangebote vorerst nicht fortzusetzen.

Die BaF+ Freizeit im Februar im Haus Prillwitz führte Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren zusammen. Unter dem Motto „Identität, Druck und Dankbarkeit“ tauschten wir uns über Echtheit im Glauben aus. Highlights wie die Schwarzlichtparty, die Silent Disco und das legendäre Enten-Suchspiel (nag nag!) sorgten für Begeisterung. Doch auch hier lernten wir: Eine Altersspanne von neun Jahren ist pädagogisch herausfordernd. Die Bedürfnisse eines 12-jährigen Kindes und einer 20-jähri - gen Studentin sind zu verschieden, weshalb wir die Altersgruppen künftig wieder schärfer trennen wollen.

Ein absoluter Höhepunkt war der Jugendurlaub im Triebental (Österreich). In der Selbstversorgerhütte „Bergheimat“ auf 1.200 Metern erlebten wir Gemeinschaft pur. Wir bewältigten Wanderungen bis auf 1.270 Höhenmeter und etablierten ein Jugendparlament, das basisdemokratisch über die Tagesplanung entschied. Inhaltlich setzten wir uns kritisch mit globaler Gerechtigkeit und moderner Sklaverei auseinander. Dass diese Freizeit trotz anfänglich niedriger Zahlen stattfinden konnte, verdanken wir einer ganz besonderen Initiative vor Ort. Durch gezielte, persönliche Werbung eines Teilnehmers in der Gemeinde Stralsund füllten sich die Plätze und die Freizeit konnte doch noch stattfinden.

Zum Jahresabschluss war die Werwolffreizeit „Im Düsterwald von Dahmen“ über den Reformationstag restlos ausgebucht. Neben dem intensiven Gruppenspiel gab es einen wertvollen Impuls zum Thema „Masken im Alltag“ und gemütliche Afternoon-Tea-Times. Auch hier integrierten wir Partizipationselemente, was unter anderem zu einem spontanen und legendären Tischtennisturnier führte.

 

Rückblick Abteilung Jungschar: Mit Mut und Fairness wachsen

In der Jungschararbeit durften wir 2025 zwei prägende Lager erleben. Das Pfingstlager in Sassen stand unter dem Vaiana-Motto „Ist es denn weit? Bin ich bereit?“. 25 Kinder trotzten dem Regen und entdeckten Themen wie Mut und die eigene Berufung. Wir lernten: Manchmal ist man bereit, auch wenn das Wetter nicht mitspielt – Sicherheit geht vor, aber die Freude am Miteinander lässt sich nicht wegregnen.

Das Sommerlager in Dahmen widmete sich mit 23 Kindern dem Thema Gerechtigkeit: „Lass mal fair sein – unterwegs mit Gerry und Farry“. Besonders wertvoll war hier die Umsetzung von UB25, dem Fokus des Bundes-GJW auf Partizipation. Die Kinder waren keine bloßen Konsumenten; sie bewerteten Programmelemente und wählten eigene Workshops wie Capture the Flag oder Karaoke. In kleinen, privaten Zelten auf der Brombeerwiese entstand eine ganz neue, familiäre Atmosphäre. Wir wollen, dass Kinder erleben: Meine Stimme zählt!

 

Sicherheit und Struktur: Das Schutzkonzept

Ein weiterer Meilenstein im Jahr 2025 war die Erarbeitung unseres neuen Schutzkonzeptes, begleitet durch ein professionelles Coaching des „Fachkreis Sichere Gemeinde“ des Bundes-GJW. Uns ist es ein Herzensanliegen, dass das GJW MV ein sicherer Raum für alle Schutzbefohlenen ist. Die Veröffentlichung auf unserer Webseite steht nun unmittelbar bevor. Wir bieten den Gemeinden an, für Präventionsfragen und Schulungen zum Thema „Sichere Gemeinde“ vor Ort vorbeizukommen. Bei Fragen und Anregungen zum Schutzkonzept erreicht ihr uns unter schutzkonzept@gjw-mv.de. Meldet euch gerne!

 

Finanzen und Herausforderungen

Ein stabiles Budget ist kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung für hochwertige Arbeit zu fairen Preisen. Wir sind im vergangenen Jahr gut mit unseren Mitteln ausgekommen, blicken aber mit Sorge auf die kurzfristigen Anmeldewege. Oft erreichen uns Anmeldungen erst nach dem offiziellen Anmeldeschluss. Das erschwert die Kalkulation von Unterkünften und Material massiv und führt im schlimmsten Fall dazu, dass wir Stornierungsgebühren aufbringen oder Teilnehmenden Plätze absagen, die wir bei frühzeitiger Planung hätten anbieten können. Wir danken allen Eltern und Gemeinden, die uns hier künftig durch rechtzeitige Rückmeldungen unterstützen. Um den Informationsfluss zu verbessern, nutzen wir verstärkt den Instagram Account und E-Mail-Verteiler sowie eine Signal-Gruppe für Interessierte. Auch sind wir aktuell dabei einen Newsletter in unsere Strukturen zu etablieren. Bitte unterstützt uns dabei, diese Kanäle in euren Gemeinden bekannt zu machen.

 

Personelles: Abschied und Aufbruch

Wir verabschieden uns mit großem Dank von Amos, der über drei Jahre Unglaubliches im Hintergrund geleistet hat. Ob Technik, Logistik oder die Pflege des GJW-Autos – Amos war da, wenn es brannte. Seine Arbeit wurde oft erst sichtbar, wenn etwas nicht fehlte. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg Gottes reichen Segen! Gleichzeitig stehen wir vor einer personellen Herausforderung: Die Amtszeit von Dorian Gohdes und Franziska Schmidt endet im Januar 2027. Wir suchen dringend Menschen, die Lust haben, in die Abteilungsleitung Jugend hineinzuschnuppern. Benni Kleschewski macht es aktuell vor und schnuppert bereits in die Vorstandsarbeit rein. Wir laden euch herzlich ein: Kommt unverbindlich dazu, schaut euch die Vorstandssitzungen an und bringt eure Gaben ein – ohne Erwartungsdruck, aber mit der Chance, etwas zu bewegen.

 

Ausblick: Die Vision für 2026 und 2027

Für das kommende Jahr haben wir viel vor:

  • Partizipation ausbauen: Wir entwickeln Materialien, Methoden und „Anfangsrezepte“ für Kinder- und Jugendparlamente, die ihr direkt in euren Gemeinden nutzen könnt.
  • Vernetzung stärken: Victoria Ott möchte eure Gemeinden besuchen. Ladet uns ein! Wir wollen wissen: Was braucht ihr vor Ort, um gut arbeiten zu können?
  • Referentin für Junge Gemeinde: Wir bereiten den Übergang von Victoria in ihre neue Rolle ab 2027 vor, um die Arbeit konzeptionell auf die nächste Stufe zu heben.

 

Wir danken euch von Herzen für alles Vertrauen, alle Spenden und jedes Gebet. Lasst uns gemeinsam weiter am Reich Gottes bauen!

Euer GJW-MV Vorstand